Aprikosenknödel

imageBevor die Aprikosensaison zu Ende geht, musste ich auf jeden Fall noch Aprikosen- oder Marillenknödel, wie sie in Österreich heissen, zubereiten. Wir hatten diese nicht als Dessert, sondern als süsses Nachtessen an einem schönen und warmen Sommerabend im Garten – es war herrlich. Sind keine Aprikosen mehr erhältlich, könnt ihr natürlich auch Zwetschgen nehmen. Dann wählt aber statt Aprikosenschnaps einfach ein „Pflümli“ – ein Zwetschgenschnaps. Knödel könnt ihr ja aus Quark-, Kartoffel- oder Brandteig zubereiten. In meinem Rezept hier sind die Knödel aus Quark, was mir persönlich am besten schmeckt. Es stammt von Marcus G. Lindner, einem österreichischen Spitzenkoch, der jedoch schon sehr lange in der Schweiz arbeitet. So kochte er u.a. einige Jahre im „Mesa“ in Zürich, wo er nicht nur 18 Punkte im Gault Millau, sondern auch 2 Sterne im Guide Michelin erreichte. Seit 2014 ist er nun im Restaurant „Sommet“ im Hotel „The Alpina Gstaad“ tätig und hat sich dort bereits 18 Punkte und 1 Stern erkocht. Bei diesen Lorbeeren – habe ich mir gedacht – müssen die Aprikosenknödel bestimmt ein Knüller sein. Und sie wurden dann auch wirklich sehr fein. Es hat sich gelohnt, die Semmelbrösel mit viel Muskelkraft selber zu  raspeln und mit etwas Zucker (der leicht karamellisierte) und echter Vanille zu verfeinern. Mehl musste ich etwas mehr nehmen als im Originalrezept angegeben (die Zutatenliste ist angepasst), da der Teig etwas zu weich und klebrig wurde. Ich vermute, es lag am Quark, der möglicherweise noch zu flüssig war.

Also wie wär’s?  Ihr wisst ja, lange habt ihr diese Saison nicht mehr Zeit, frische und saftige Aprikosen zu finden….. 😉.

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Zutaten (8-10 Knödel)

  • 250 g Quark
  • 150 g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Sauerrahm
  • 80 g Butter
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Zitrone, nur Abrieb
  • 150 g Semmelbrösel (mit der Raffel nicht zu fein zerkleinertes, altes, trockenes Weissbrot)
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 8-10 kleine reife Aprikosen
  • Würfelzucker
  • Rum oder Aprikosenschnaps
  • Puderzucker

Quark über Nacht in einem Tuch abtropfen lassen. Am nächsten Tag mit dem Mehl, den Eiern, Salz, Sauerrahm, Butter und Zimt vermischen. Mit dem Abrieb von einer Zitrone verfeinern und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Semmelbrösel in wenig Butter rösten. Etwas Zucker dazugeben. Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen. Mit den Bröseln vermischen und zur Seite stellen. Aprikosen waschen und mit einem kleinen Schnitt den Kern entfernen und die Stelle nun mit Würfelzucker, die mit Rum oder Aprikosenschnaps getränkt wurden, befüllen.

Aus dem hergestellten Teig kleine Knödel formen, diese von der Mitte aus etwas flach aufdrücken, ein Stück vorbereitete Aprikos einlegen, mit Teig umschliessen und in Knödelform bringen.

Die Aprikosenknödel in kochendes Salzwasser (nur wenig Salz) geben. Temperatur reduzieren und ca. 20 Min. köcheln. Der Teig muss gar sein, bevor die Knödel mit einem Lochschöpfer behutsam aus dem Wasser genommen werden. Gut abtropfen lassen und in den gerösteten Semmelbrösel drehen. Mit Puderzucker bestäuben und heiss servieren. E Guete!

Nach einem Rezept von Marcus G. Lindner.

11 thoughts

    1. Herzlichen Dank für dein Lob, liebe Ulla. Ich freue mich sehr darüber. Auf jeden Fall solltest du einmal Aprikosenknödel machen. Mit frischen Aprikosen im Sommer ist es ein tolles Gericht! LG Carmen

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