Sauerkrautstrudel mit Kartoffelespuma

img_1433Die Sauerkrautsaison dauert eigentlich von Ende August bis März. Für mich als Sauerkrautfan ist es aber ein Glück, dass das Kraut roh oder gekocht das ganze Jahr über im Beutel erhältlich ist. Ich würde es natürlich sehr gerne einmal selber herstellen und ich habe mich auch schon ein wenig erkundigt und über das Fermentieren gelesen, aber leider habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft. Und so kaufe ich das fertige Kraut halt immer noch roh im Beutel.

Sauerkraut ist übrigens mit 19 Kcal pro 100 g sehr kalorienarm; es ist nahrungsfaserreich und enthält viel Vitamin C. Die probiotische Wirkung der Milchsäure, welche bei der Fermentierung entsteht, ist zudem gesund für die Darmflora. Wer allerdings unter Magen-Darm-Beschwerden leidet, sollte das Sauerkraut am besten nur gekocht essen und gegen die unangenehmen Blähungen soll übrigens Kümmel helfen. Einen kleinen Teelöffel davon – auch weil er so gut schmeckt – also nicht vergessen!

Natürlich schmeckt der Sauerkrautstrudel auch in der vegetarischen Version – ohne Speckwürfeli. Man muss ja definitiv nicht immer Fleisch essen.

Das Kartoffelespuma, welches ich dazu serviere, ist eine luftige Variante von Kartoffelstock. Dazu benötigt es allerdings eine Espumaflasche und Stickstoffpatronen. Wer dies in seinem Küchenutensilienschrank nicht findet, kann zum Sauerkrautstrudel auch ein einfaches Kartoffelpüree oder ein paar Salzkartoffeln geniessen.

Zutaten (2-3 Personen)

Sauerkrautstrudel

  • 1 Zwiebel
  • 100 g Speckwürfeli
  • 1 EL Öl
  • 500 g Sauerkraut, roh
  • 2 Eier
  • 100 g Parmesan (gerieben)
  • 180 g Sauerrahm
  • 1 TL Kümmel
  • 1 Pk Strudelteig (Kühlregal)

Kartoffelespuma

  • 400 g mehligkochende Kartoffeln
  • 200 ml Milch
  • 35 g Butter
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Salz
  • Muskat, frisch gerieben

Für den Sauerkrautstrudel Zwiebel schälen und fein hacken. Sauerkraut abtropfen lassen und klein schneiden. Speckwürfeli und Zwiebeln kurz in einer Pfanne mit Öl anbraten. Eine Auflaufform mit dem Teig auslegen, an den Rändern hoch ziehen. Zwiebeln und Speckwürfeli mit dem Sauerkraut vermischen. Eier, Sauerrahm, Käse und Kümmel in einer Schale verrühren, über das Sauerkraut gießen und anschliessend vorsichtig unterheben. Die Füllung nun auf dem Teig verteilen und die Teigränder über die Füllung klappen. Im auf 180 Grad vorgezeizten Ofen 45 Minuten backen.

Für das Kartoffelespuma die Kartoffeln waschen, Schälen, klein schneiden und in Salzwasser in 20 – 30 Minuten weich kochen. Das Kochwasser abgiessen und beiseitestellen. Die Kartoffeln 2x durch die Kartoffelpresse drücken. Die Milch mit der Butter erhitzen und mit 65 ml Kartoffelwasser unter die Kartoffeln mischen. Das Püree sollte leicht flüssig sein, bei Bedarf noch etwas Kartoffelwasser zugeben. Das Püree mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und durch ein feines Sieb streichen. Die Masse in die Espumaflasche füllen (max 2/3) und den Gerätekopf aufschrauben. Eine Stickstoffpatrone in den Kapselhalter einlegen und auf die Flasche Schrauben, bis der Inhalt hörbar eingeströmt ist. Den Kapselhalter abschrauben, die zweite Patrone einlegen und ebenfalls einströmen lassen. Kräftig schütteln und zur Entnahme kopfüber halten.

Sauerkrautstrudel zusammen mit dem Kartoffelespuma servieren. E Guete!

Sauerkrautstrudel: Gute Küche.at

Kartoffelespuma: Teubner: Vegetarisch, S. 441. 2013. Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 978-3-8338-2848-5

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