Caldo verde – Portugiesische Grünkohlsuppe

img_1673Caldo verde ist ein typisches Gericht aus Portugal und bedeutet übersetzt grüne Brühe. Im Original wird als Basis eine Suppe aus Zwiebeln, Knoblauch, mehligen Kartoffeln und Wasser zubereitet. Darin wird die Chouriços (Viele kennen wahrscheinlich eher die spanische Form dieser Knoblauch-Paprikawurst: Chorizo) mitgegart. Die Wurst herausnehmen und in Scheiben schneiden. Die sehr fein geschnittenen Kohlstreifen werden erst gegen Ende zugegeben. Sie sollten noch leicht Biss haben. Mein Rezept wird ein wenig anders zubereitet und stammt eigentlich aus einem vegetarischen Kochbuch. Aber was hat denn die Wurst in der Suppe zu suchen!?!?!? Naja, ich habe das Rezept ein wenig abgeändert und fand, dass die Wurst, wie im Originalgericht, einfach dazugehört und auch sehr gut dazu passt. Wenn schon deftig, dann richtig! Die Idee mit den gerösteten Pinienkernen habe ich allerdings, wie im Rezept beschrieben, beibehalten und sie waren am Ende wie das Tüpfelchen auf dem i.

Aber bereitet die Suppe einfach so zu, wie es für euch passt. Falsch kann man definitiv nicht viel machen. Vorsichtig solltet ihr allerdings mit dem Salz sein. Die Wurst selber ist bereits sehr salzig. Es ist also besser, ihr kocht die Suppe statt mit Gemüsebouillon nur mit reinem Wasser. Falls notwendig, könnt ihr beim Abschmecken immer noch nachwürzen.

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Zutaten (2-3 Personen)

  • 300 g Grünkohl/Federkohl (ersatzweise Wirsing/Wirz)
  • 1 Zwiebel
  • 30 ml Olivenöl
  • 100 ml Weisswein
  • 400 g Pelati oder frische Tomaten, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Msp. Chilipaste (z.B. Sambal Oelek, Harissa)
  • 1/2 l Gemüsebouillon (stark verdünnt oder nur Wasser, da die Chorizowurst sehr salzig ist)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 300 g Kartoffeln (festkochend)
  • 25 g Pinienkerne
  • 200 g Chorizowurst (nach Belieben)

Für die Suppe den Grünkohl putzen, waschen und abtropfen lassen. Von den Blättern den harten Strunk entfernen und die Rippen herausschneiden. Die Blätter, es sollten 150 g sein, klein schneiden. Die Zwiebel schälen und grob hacken. Das Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Den Grünkohl zugeben und ebenfalls 5-6 Minuten anschwitzen, bis er zusammengefallen ist. Dann den Weisswein dazugiessen und die Pelati resp. Tomaten einrühren. Den Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit der Chilipaste zum Grünkohl geben. Die Gemüsebouillon resp. das Wasser dazugiessen, Tomatenmark und Lorbeerblatt einrühren und die Suppe zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit, nach Belieben, die in Scheiben geschnittene Chorizowurst zur Suppe geben. Anschliessend das Lorbeerblatt herausnehmen.

In der Zwischenzeit für die Einlage die Kartoffeln schälen und in grobe Scheiben schneiden. In Salzwasser in etwa 15 Minuten gar kochen. Die Pinienkerne in einer Pfanne goldbraun rösten.

Kurz vor dem Servieren die Kartoffelscheiben vorsichtig zur Suppe geben, noch einmal kurz wärmen und in Suppenteller anrichten. Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen und servieren. E Guete!

Teubner: Vegetarisch, S. 305. 2013. Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 978-3-8338-2848-5

6 thoughts

  1. … ach, wunderbar!!! Ich habe mal ein Jahr in Galicia verbracht und dort sehr gerne „caldo galego“ genossen, einen Verwandten des „caldo verde“. Kulinarische Erinnerungen werden wach. Dein Rezept koche ich definitiv nach. Danke und liebe Grüße, Bettina

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