Tofu-Cordon-Bleu mit Kohlrabi

Tofu ist ein vielseitiges Produkt. Man kann ihn marinieren, schön anbraten und mit Gemüse essen. Man kann ihn mit der Gabel zerbröckeln und mit Tomatensauce mischen und hat eine vegetarische Bolognese oder aber man bereitet ein Tofu-Cordon-Bleu zu wie in diesem Rezept. Es ist eine vegetarische Abwandlung des Fleisch-Cordon-Bleus, aber, wie ich finde, nicht weniger schmackhaft. Eigentlich sollte man die beiden Gerichte nicht vergleichen. Sie schmecken beide für sich sehr gut und es ist doch einfach toll, wenn man abwechseln kann. Kochen macht ja viel mehr Spass, wenn man sich immer wieder an neue Gerichte heranwagt.

Dieses Rezept möchte ich auch Tofuneulingen als Einstieg in die Tofuwelt ans Herz legen. Mit dem geschmolzenen würzigen Käse und der Panade hat man nicht wirklich das Gefühl, dass man ein Stück Tofu im Mund hat. Es schmeckt wirklich sehr gut. Im Originalrezept gibt es zu den Kohlrabi noch Kartoffeln als zweite Beilage. Ich persönlich verzichte in der Regel darauf. Wer keine Kohlrabi mag, kann als Beilage einfach Salzkartoffeln, Kartoffelsalat oder einfach nur einen knackigen grünen Salat servieren.

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Zutaten (2-3 Personen)

Tofu-Cordon-Bleu

  • 400 g Tofu, natur
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 ml Sojasauce
  • 120 g Appenzellerkäse, in dünnen Scheiben
  • 2 Eier
  • 80 g Paniermehl
  • 30 g (Volkorn-) Mehl
  • 30 g Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

imageTofublock in 8 Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. In einem Topf Knoblauch, Sojasauce, 1 gestrichener TL Salz und Pfeffer mit 1/2 l Wasser mischen. Tofuscheiben hineinlegen, aufkochen, vom Herd nehmen und mindestens 2 Stunden marinieren. Den Tofu danach aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. mit einem scharfen Messer Taschen in die Tofuscheiben einschneiden. Käsescheiben passend zurecht schneiden und in die Tofutaschen stecken. Die gefüllten Tofuscheiben zuerst in Mehl, dann in den verquirlten Eiern wenden. Zum Schluss die Tofuscheiben in Paniermehl wenden und die Panade leicht andrücken. Die Tofu-Cordon-Bleus bei mittlerer Hitze von beiden Seiten in etwa 5 Minuten goldbraun braten.

Kohlrabi

  • 600 g Kohlrabi
  • 4 Pimentkörner
  • 1 Msp. Muskatnuss, frisch gerieben
  • 40 g Butter
  • 2 TL Mehl
  • 200 g Rahm
  • 20 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1/2 Zitrone, nur Abrieb
  • 1/2 Bund Peterli
  • Salz
  • Pfeffer

imageKohlrabi waschen und schälen. Die Knollen in halbfingerdicke Stifte, die Schale in kleine Stücke schneiden. Die Kohlrabischalen in einem Topf mit 600 ml Wasser, 1 TL Salz, Pimentkörnern, Muskatnuss und Pfeffer aufkochen und bei schwacher Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Den Kohlrabifond durch ein Sieb in einen Topf abgiessen. Die Kohlrabistifte darin in etwa 3 Minuten bissfest kochen. Die Kohlrabi durch ein Sieb abgiessen, dabei den Fond auffangen. Die Stifte sofort in eiskaltem Wasser abschrecken. Die Butter zerlassen und das Mehl mit dem Schneebesen einrühren. 400 ml Kohlrabifond und Rahm dazugiessen und bei schwacher Hitze unter Rühren in 5 Minuten cremig köcheln. Die Sauce mit Parmesan, Muskat, Salz, Pfeffer und Zitronenschale abschmecken. Die Kohlrabistifte in der Sauce wenden und mit Peterli bestreuen.

Die Tofu-Cordon-Bleu mit den Kohlrabi anrichten. E Guete!

Teubner: Vegetarisch, S. 441. 2013. Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 978-3-8338-2848-5

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